Zum Stundensatz selbstständiger Dienstleister

Posted by on Oct 08, 2013 in Selbstständigkeit No comments

Robert Chromow hat einen sehr aufschlussreichen Artikel darüber geschrieben, wie ein selbstständiger Dienstleister seinen Stundensatz so berechnet, dass er die Selbstständigkeit trägt. Man muss viele Faktoren berücksichtigen:

    • Nicht jede Stunde ist “fakturierbar”: Es gibt Auftragsflauten, Verwaltungstätigkeiten, Urlaube und Krankheitstage.
    • Kosten für Räume, Material, betriebliche Versicherungen, Kommunikation usw. müssen berücksichtigt werden.
    • Auch die Umsatzsteuer muss mit einbezogen werden.
    • Der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung muss selbst erwirtschaftet werden, ebenso wie Vorsorge für den Fall der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit.

Als Faustregel gilt: Möchte man als Selbständiger “nur” so viel verdienen wie im Angestellten-Verhältnis, sollte man sein Brutto-Jahresgehalt mit 1,5 multiplizieren – und daraus rückwärts seinen Stundensatz berechnen. Wird man nie krank, sind es 223 produkte Arbeitstage im Jahr. Doch so schön die immerwährende Gesundheit wäre – realistisch ist sie nicht.

Robert Chromow rechnet: “Um auch “nur” auf das Gehalt eines durchschnittlich qualifizierten Angestellten in der IT-Branche zu kommen, muss ein selbstständiger Dienstleister zurückhaltend kalkuliert rund 70 Euro in Rechnung stellen! Dabei ist von einem Unternehmer-Gewinn, mit dem zum Beispiel das höhere Risiko abgegolten wird, ebenso wenig die Rede wie von der Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals.”

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